Barometer Wasserdichtigkeit Uhren 2026: Was der französische Markt wirklich verkauft

Sie suchen eine Uhr für den Urlaub, zum Schwimmen im Schwimmbad oder einfach, um Spritzwasser im Alltag standzuhalten. Sie kaufen eine Uhr mit der Angabe „water resistant“ einer großen Modemarke. Und dann wissen Sie nicht genau, was Sie damit tun können. Diese Unklarheit ist kein Zufall, sie ist strukturell bedingt. Von den 3.893 Referenzen im aktiven Vertrieb, die im Katalog von Montres Outlet am 17. Juli 2026 analysiert wurden, weisen 81,3 % der Uhren im Modesegment für den Massenmarkt eine Wasserdichtigkeit von ≤ 5 ATM auf, was laut Norm ISO 22810:2010 für Sportschwimmen ungeeignet ist. Dieses Barometer, verfasst von Frédéric Blanc, Retail-Berater für Uhren, schlüsselt die Rohdaten nach Stufe und Marke auf, sowohl für Herrenuhren als auch für Damenuhren, und gibt Ihnen die Schlüssel an die Hand, um nicht mehr blind zu kaufen. Die Ergebnisse widerlegen mehrere verbreitete Annahmen. Beginnen wir mit den Daten.
Diagnose in 5 Sekunden
Wasserdichtigkeit der Uhren: die Rohdaten des französischen Marktes 2026
Die nachstehende erste Tabelle fasst die vollständige Verteilung der 3.893 analysierten Referenzen zusammen, klassifiziert nach normierter Wasserdichtigkeitsstufe in ATM. Die Daten stammen aus dem Katalog von Montres Outlet, Extraktion vom 17. Juli 2026. Jede Referenz wurde nach dem ATM-Standard normiert (1 ATM = 10 m statischer Druck), gemäß der Norm ISO 22810:2010, die die Wasserdichtigkeit von Nicht-Taucheruhren regelt.
| Stufe der Wasserdichtigkeit | Anzahl der Referenzen | Marktanteil | Realistische Maximalnutzung |
|---|---|---|---|
| 5 ATM / 50 m | 2.134 | 54,8 % | Regen, Spritzwasser, kurze Dusche (kein Schwimmen) |
| 3 ATM / 30 m | 1.032 | 26,5 % | Leichte Spritzer, nur Schweiß |
| 10 ATM / 100 m | 629 | 16,2 % | Schwimmen im Schwimmbad und im Meer, Schnorcheln |
| 1 ATM / 10 m | 42 | 1,1 % | Minimaler Schutz gegen Spritzwasser |
| 20 ATM / 200 m | 32 | 0,8 % | Freizeittauchen (mit Angabe Diver's, ISO 6425), Freizeit-Apnoe |
| 30 ATM / 300 m | 13 | 0,3 % | Technisches Tauchen, Gerätetauchen |
| Nicht wasserdicht | 7 | 0,2 % | Kein Wasserkontakt |
Die wichtigste Zahl: 81,3 % der Modeuhren auf dem französischen Markt weisen eine Stufe ≤ 5 ATM auf, was für keine Form des Sportschwimmens geeignet ist. Umgekehrt erreichen nur 17,3 % der Referenzen mehr als 10 ATM, ab dieser Stufe ist Schwimmen im Schwimmbad und im Meer möglich, ohne das Uhrwerk zu gefährden. Die sportliche Tauchstufe, die die FFESSM (Leitfaden zur Wasserdichtigkeit von Materialien) und die Norm ISO 6425:2018 mit mindestens 20 ATM festlegen, betrifft nur 1,4 % der Referenzen im Katalog (insgesamt 45 Referenzen, davon 32 mit 20 ATM und 13 mit 30 ATM). Diese Daten zur Wasserdichtigkeit von Uhren auf dem Markt bilden die Grundlage dieses Barometers.
Methodik des Barometers: 3.893 Referenzen, Modesegment für den Massenmarkt
Die Arbeitsgrundlage dieser Studie ist der Katalog von Montres Outlet im aktiven Vertrieb, Stand 17. Juli 2026, mit 3.893 Referenzen, deren Wasserdichtigkeitsstufe angegeben und in ATM normiert ist. Für die Markenstatistiken wurden nur Marken mit mindestens 20 aktiven Referenzen berücksichtigt, um statistische Verzerrungen durch kleine Stichproben zu vermeiden. Die angegebene ATM-Stufe stammt aus dem offiziellen technischen Datenblatt des Herstellers, ohne eigene unabhängige Prüfung.
Zu beachten ist eine Verzerrung: Dieses Panel bildet den Massenmarkt für Modeuhren, Kernsegment ab. Marken mit Spezialisierung auf technische Uhren (Casio G-Shock, Seiko Prospex, Garmin, Citizen Promaster) sind in diesem Katalog strukturell unterrepräsentiert. Rolex, Omega und die Häuser der Haute Horlogerie fehlen vollständig. Dieses Barometer beansprucht nicht, den gesamten französischen Uhrenmarkt abzubilden: Es misst genau, was der Durchschnittskunde im Regal findet, wenn er eine Modeuhr im Kernsegment sucht. Genau dort liegen die echten Risiken eines ungeprüften Kaufs in Sachen Wasserdichtigkeit.
Das vollständige Markenranking: Michael Kors, DW, Maserati und die anderen
Hier ist die vollständige Tabelle der 15 berücksichtigten Marken (Basis ≥ 20 aktive Referenzen), mit der Verteilung nach Schwellenwert. Die Prozentwerte sind auf ganze Zahlen gerundet. Die Links führen zu den Markenseiten des Katalogs, auf denen Sie die verfügbaren Referenzen zu Outlet-Preisen einsehen können.
| Marke | Analysierte Referenzen | Low (1-3 ATM) | Mid (5 ATM) | High (10+ ATM) |
|---|---|---|---|---|
| Michael Kors | 588 | 6 % | 62 % | 32 % |
| Guess | 345 | 51 % | 44 % | 5 % |
| Hugo Boss | 314 | 11 % | 73 % | 16 % |
| Tommy Hilfiger | 279 | 36 % | 62 % | 2 % |
| Emporio Armani | 249 | 27 % | 72 % | 1 % |
| Fossil | 215 | 8 % | 77 % | 14 % |
| Lotus | 203 | 12 % | 81 % | 7 % |
| Maserati | 178 | 0 % | 19 % | 81 % |
| Daniel Wellington | 157 | 93 % | 2 % | 5 % |
| Lacoste | 140 | 34 % | 66 % | 1 % |
| Festina | 130 | 5 % | 75 % | 21 % |
| Diesel | 117 | 41 % | 37 % | 22 % |
| Marc Jacobs | 105 | 16 % | 81 % | 3 % |
| Calvin Klein | 104 | 88 % | 13 % | 0 % |
| Swarovski | 92 | 57 % | 42 % | 0 % |
Drei zentrale Erkenntnisse ergeben sich aus dieser Tabelle. Erste Erkenntnis: Daniel Wellington hält den Rekord bei den nicht wasserdichten Uhren, mit 93 % seiner 157 Referenzen, die 3 ATM oder weniger aufweisen. Die minimalistische Ästhetik der schwedischen Marke beruht auf schlanken Gehäusen (oft 6 bis 8 mm Dicke) und wenig verstärkten Dichtungen. Das Ergebnis ist ein massiver kommerzieller Widerspruch: DW gehört zu den meistgekauften Modemarken für einen „aktiven“ Alltagsgebrauch, doch 93 % ihrer Referenzen sind weder für das Schwimmen noch selbst für längeres Duschen geeignet. Zweite Erkenntnis: Maserati überrascht mit 81 % seiner Referenzen oberhalb von 10 ATM, was die Marke zur technischen Spitzenreiterin des Rankings macht, weit vor den anderen Modemarken. Dritte Erkenntnis: Calvin Klein weist 0 % Referenzen ≥ 10 ATM auf und 88 % im unteren Segment, was sie zum irreführendsten Fall für Käufer macht, die den Namen CK mit einem hochwertigen Lifestyle-Produkt verbinden.
Ebenfalls erwähnenswert: Guess hat eine bipolare Verteilung, mit 51 % Referenzen im unteren Bereich (1-3 ATM) und nur 5 % oberhalb von 10 ATM. Anders gesagt: Guess verkauft ebenso viele fragile Schmuckuhren wie quasi-technische Modelle, ohne klares Signal für den Verbraucher. Swarovski konzentriert erwartungsgemäß 57 % seiner Referenzen im unteren Bereich und 0 % oberhalb von 10 ATM: Die Kristallmanufaktur setzt auf Glanz statt auf die Technik der O-Ring-Dichtung.
Der Fall Michael Kors: Modeuhren für Damen mit erstaunlich robuster Wasserdichtigkeit
Mit 588 analysierten Referenzen ist Michael Kors die im Panel am stärksten vertretene Marke. Und ihr technisches Profil ist kontraintuitiv: 32 % ihrer Referenzen erreichen oder übersteigen 10 ATM, also fast das Doppelte von Hugo Boss (16 %) und fast sechzehnmal so viel wie Emporio Armani (1 %). Dieses Ergebnis erklärt sich aus der tatsächlichen Zusammensetzung des MK-Katalogs, die der breiten Öffentlichkeit oft unbekannt ist.
Die Linie Chronographen für Herren von Michael Kors (Serien Runway, Lexington, Oversized) umfasst Gehäuse aus Edelstahl 316L mit verstärkten Silikondichtungen und erreicht durchgehend 10 ATM. Die Modelle der Linie MK Access (hybride Smartwatches) basieren auf derselben Gehäusekonstruktion, was die Marke rechnerisch nach oben zieht. Dagegen bleiben die Damenmodelle mit Milanaise-Armband oder gefassten Steinen, die den sichtbarsten Teil der Verkäufe an das breite Publikum ausmachen, überwiegend bei 5 ATM. Das Paradoxe daran: Wer „Michael Kors“ liest, denkt an ein goldfarbenes Armband und ein Zifferblatt mit Steinbesatz, also an ein fragiles Objekt. Die technische Realität des Katalogs ist deutlich differenzierter.
Daniel Wellington und Calvin Klein: die Spitzenreiter bei nicht wasserdichten Uhren
Daniel Wellington ist das Lehrbuchbeispiel für die Kluft zwischen Markenimage und technischer Realität. Die schwedische Marke hat ihren Erfolg auf ultraflache Gehäuse, schlichte Zifferblätter und austauschbare NATO-Armbänder gestützt, was Millionen von Käufern angesprochen hat, die eine vielseitige Alltagsuhr suchen. Das Problem: die geringe Gehäusehöhe (oft zwischen 6 und 8 mm) ist strukturell unvereinbar mit einem doppelt dicken O-Ring, der mindestens 9 bis 10 mm Gehäusehöhe benötigt, um wirksam verpresst zu werden. Ergebnis: 93 % der analysierten DW-Referenzen weisen 3 ATM oder weniger auf, ein Niveau, das gerade so Regen und leichtes Schwitzen erlaubt, nicht aber längeres Duschen und erst recht nicht das Schwimmen.
Die Marke weist auf ihren Gehäusen zwar „3 ATM“ aus, doch wird diese Angabe regelmäßig fälschlicherweise als „wasserdicht bis 3 ATM beim Schwimmen“ verstanden. Die Norm ISO 22810:2010 ist eindeutig: 3 ATM statischer Labordruck entsprechen nicht 3 ATM beim tatsächlichen Schwimmen, wo Krone, Alter der Dichtungen und Temperaturschocks entscheiden (der dynamische Druck einer Schwimmbewegung bleibt dagegen sehr gering). Das wird ausführlich in unserem umfassenden Leitfaden zur Wasserdichtigkeit von Uhren mit ATM, bar und Meter samt Infografik erläutert.
Calvin Klein zeigt ein noch deutlicheres Profil: 88 % seiner 104 Referenzen liegen im unteren Segment (1 bis 3 ATM), und 0 % erreichen 10 ATM. Die Schmuck-Stahl-Ästhetik der Linie CK Watch (feine Zifferblätter, eng gegliederte Armbänder, dünne Faltschließen) ist strukturell unvereinbar mit den mechanischen Anforderungen eines Gehäuses mit hoher Wasserdichtigkeit. Die praktische Folge: nahezu alle Calvin-Klein-Uhren vertragen kein längeres Duschen, selbst kurz unter warmem Wasser (die Wärmeausdehnung schwächt laut Herstellerempfehlungen die Dichtungen bei niedrigem Wasserdruck mit warmem Wasser). Das ist kein Herstellungsfehler, sondern eine auf Schmuck ausgerichtete Konstruktion und keine Sportuhrtechnik.
TUN
- Nehmen Sie Ihre Daniel Wellington oder Calvin Klein ab, bevor Sie duschen.
- Prüfen Sie vor jedem Kauf die ATM-Angabe auf der Rückseite des Gehäuses, wenn Sie die Uhr im Wasser nutzen möchten.
- Konsultieren Sie das Katalogdatenblatt und suchen Sie nach „WR“, gefolgt von einer Angabe in ATM.
- Lassen Sie die Dichtungen alle 2 Jahre von einem Uhrmacher prüfen, wenn Sie die Uhr regelmäßig Wasser aussetzen (auch bei 5 ATM).
VERMEIDEN
- Mit einer Uhr schwimmen, die nur „water resistant“ ohne ATM-Angabe trägt.
- „3 ATM“ so deuten, als könne man damit 30 Meter tief schwimmen.
- Mit einer 5-ATM-Uhr ins Schwimmbecken springen, auch nur kurz.
- Eine 3-ATM-Uhr heißem Wasser unter Druck aussetzen (Dusche, Whirlpool).
Maserati: die horologische Überraschung mit 81 % High Performance
Maserati ist das absolute Gegenteil dessen, was man erwarten würde. Mit 81 % seiner 178 Referenzen über 10 ATM und 0 % im unteren Segment liegt die italienische Marke weit vor allen anderen Akteuren des Modemarkts, auch vor Marken, die als sportlich gelten, wie Diesel (22 % High) oder Festina (21 % High). Die Positionierung „Sport-Luxus aus der Automobilwelt“ hat die Designteams von Maserati dazu gebracht, systematisch massive Stahlgehäuse (oft 44 bis 48 mm, Dicke 12 bis 14 mm), verschraubte Kronen und Saphirgläser bei den Linien Successo und Traguardo zu wählen, was mechanisch zu einer besseren strukturellen Wasserdichtigkeit führt.
Die Chronographen-Kollektion von Maserati (Competizione, Sfida) verfügt über abgedichtete Drücker, eine technische Vorgabe, die mindestens 10 ATM für die Herstellerzertifizierung erfordert. Das ist kein Sportmarketing, sondern eine Konstruktionsvorgabe. Für Kunden ist der Nutzen real: Wer im Modesegment eine Maserati kauft, besitzt statistisch in 81 % der Fälle eine Uhr, die im Schwimmbad und im Meer getragen werden kann, ohne dass man es beim Kauf weiß.
Zum quantifizierten Vergleich: Festina, eine spanische Marke, die oft mit Radsport und Sport verbunden wird, erreicht nur 21 % High-Referenzen, gegenüber 81 % bei Maserati. Diesel, dessen Image „hart“ eine Geländetauglichkeit suggeriert, bleibt bei 22 % High und hat zugleich 41 % der Referenzen im unteren Segment. Diese Unterschiede zeigen, dass das Markenimage die tatsächliche Wasserdichtigkeit nicht vorhersagt.
Die Wahrheit über 5 ATM (54,8 % des Marktes): Was Sie wirklich tun können
Mit 2.134 Referenzen mit 5 ATM, also 54,8 % des analysierten Marktes, ist diese Schwelle mit Abstand die häufigste. Und sie wird auch am häufigsten falsch interpretiert. Die Angabe „5 ATM“ auf der Rückseite des Gehäuses bedeutet, dass die Uhr einen statischen Drucktest bestanden hat, der im Labor einer Wassersäule von 5 ATM entspricht, gemäß der Norm ISO 22810:2010. Dieser Test bildet die tatsächlichen Bedingungen des Schwimmens nicht ab.
Dieser Test wird an einer neuen, ruhenden Uhr durchgeführt, wobei der Druck langsam in Wasser konstanter Temperatur aufgebaut wird. Anders als oft angenommen sind es nicht die Schwimmbewegungen, die eine 5 ATM überfordern: Der dynamische Druck beim Eintauchen beträgt ½ρv², also etwa 0,5 bar bei 10 m/s, weit unter den 5 bar des Tests. Wasser dringt ein, wenn die Krone gezogen oder nicht richtig eingedrückt ist (keine Dichtigkeit), wenn die Dichtungen gealtert sind (Chlor, Salz, Sonnencreme, Seife, Temperaturwechsel, dauerhafte Verpressung), bei einem Temperaturschock, bei einem gesprungenen Glas oder wenn ein Boden ohne neue Prüfung geöffnet wurde. Eine 5 ATM, selten mit verschraubter Krone, eignet sich daher nur für gelegentliches Duschen: für Schwimmbad und Meer sind 10 ATM erforderlich.
Für eine vollständige Erklärung mit der Infografik zu den Schwellen ATM, bar und Meter lesen Sie unseren Referenzleitfaden zur Wasserdichtigkeit von Uhren: ATM, bar und Meter erklärt. Dieser Leitfaden erläutert auch, was der Dichtigkeitstest tatsächlich misst, und listet die Schwellen nach Nutzung auf (Dusche, Schwimmbad, Schnorcheln, Tauchen).
Praxisbeispiel: Eine Emporio Armani mit 5 ATM (72 % des EA-Katalogs liegen auf dieser Schwelle) übersteht starken Regen, intensives Schwitzen und einen Spritzer vom Beckenrand. Sie ist weder für einen Sprung vom Startblock noch für 30 Minuten Kraulschwimmen gemacht. Warmes Wasser verschärft die Lage: Silikondichtungen dehnen sich unter Hitze unterschiedlich aus, und eine lange heiße Dusche mit einer 5-ATM-Uhr birgt laut spezialisierten Uhrmachern ein reales Risiko des Wassereintritts (Reparaturdaten aus technischen Leitfäden von Seiko und Citizen, auf das Modesegment übertragbar).
Was Sie vor dem Kauf prüfen sollten: die Methode in 3 Punkten
Punkt 1: Lesen Sie die Rückseite des Gehäuses, nicht das Zifferblatt. Die Angabe zur Wasserdichtigkeit ist auf der Rückseite des Gehäuses eingraviert oder aufgedruckt, nicht auf der sichtbaren Vorderseite. Suchen Sie nach der Angabe „WR“, gefolgt von einer Zahl mit der Einheit ATM oder M. „WR 100M“ entspricht 10 ATM und ist zum Schwimmen geeignet. „WR 30M“ entspricht 3 ATM, Duschen wird nicht empfohlen. Wenn Sie nur „Water Resistant“ ohne Zahlenwert sehen, stuft die Norm ISO 22810 diese Angabe als nicht quantifizierten Mindestschutz ein, in der Praxis also unter 1 ATM. Diese Angabe allein reicht nicht für jede Nutzung im Wasser.
Punkt 2: Gleichen Sie mit dem technischen Datenblatt im Katalog ab. Die Rückseite des Gehäuses kann manchmal eine ältere Angabe tragen (insbesondere bei Restbeständen und Modellen aus Outlet-Abverkäufen). Das technische Datenblatt im Online-Katalog wird anhand der Herstellerdaten aktualisiert und ist im Zweifelsfall maßgeblich. Bei den auf montres-outlet.com verfügbaren Referenzen ist die Wasserdichtigkeit in den technischen Daten jedes Produktdatenblatts systematisch angegeben und bei Eingang des Lagerbestands geprüft.
Punkt 3: Seien Sie vorsichtig bei der Angabe „water resistant“ allein. Diese Formulierung stammt aus dem Marketing vor der Normierung und reicht seit der Überarbeitung der Norm ISO 22810 im Jahr 2010 nicht mehr aus. Ein seriöser Hersteller gibt immer einen Zahlenwert an (ATM oder Metern). Das Fehlen eines Zahlenwerts bedeutet nicht, dass die Uhr wasserdicht ist, sondern dass die Wasserbeständigkeit nicht nach einem genormten Verfahren geprüft wurde. Von den 3.893 Referenzen dieses Barometers sind nur 7 (0,2 %) ausdrücklich als „nicht wasserdicht“ klassifiziert; alle anderen verfügen über einen vom Hersteller angegebenen ATM-Wert.
Bei sportlichen Taucheruhren (≥ 20 ATM) prüfen Sie zusätzlich, ob eine verschraubte Krone und eine unidirektional drehbare Lünette vorhanden sind. Diese beiden Elemente setzt die Norm ISO 6425:2018 voraus, um die Zertifizierung „Diver's Watch“ zu erhalten. Fehlen diese Elemente, kann die Angabe „200 M“ lediglich eine Beständigkeit gegen statischen Druck bezeichnen, ohne die Prüfungen der Norm (Überdruck bei 125 % des Nennwerts, Thermoschock) und ohne die Kontrolle jeder einzelnen Uhr.
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Häufige Fragen zur Wasserdichtigkeit von Markenuhren
Welche Modemarke ist 2026 am wasserdichtesten?
Auf Basis der 3.893 im Katalog von Montres Outlet am 17. Juli 2026 analysierten Referenzen ist Maserati die wasserdichteste Modemarke, mit 81 % ihrer 178 Referenzen über 10 ATM und 0 % im unteren Bereich (1-3 ATM). Festina belegt mit 21 % Referenzen im oberen Bereich und nur 5 % im unteren Bereich den zweiten Platz. Michael Kors fällt mit 32 % seiner 588 Referenzen über 10 ATM auf. Am anderen Ende der Rangliste stehen Calvin Klein (0 % ≥ 10 ATM), Swarovski (0 % ≥ 10 ATM) und Daniel Wellington (5 % ≥ 10 ATM) als die am wenigsten wasserdichten Marken. Wenn Sie eine Uhr zum Schwimmen suchen, sind Maserati oder Michael Kors (Chronographen-Linie) im Segment der Modemarken für den Massenmarkt die sichersten Entscheidungen.
Kann man mit einer Daniel Wellington oder einer Calvin Klein schwimmen?
Nein, in fast allen Fällen nicht. 93 % der Daniel-Wellington-Referenzen weisen 3 ATM oder weniger auf, und 88 % der Calvin-Klein-Referenzen liegen in diesem gleichen unteren Bereich. Diese beiden Marken sind für den Einsatz als Schmuck und Modeaccessoire konzipiert, nicht für sportliche Nutzung im Wasser. Nach der Norm ISO 22810:2010 erlaubt ein Wert von 3 ATM kein Schwimmen, nicht einmal längeres Duschen mit warmem Wasser. Die Regel lautet: Wenn Sie schwimmen, nehmen Sie Ihre DW oder Ihre CK ab, bevor Sie ins Wasser gehen. Nicht schwimmfeste Modelle wie diese sind deshalb nicht fehlerhaft; sie sind für den trockenen Alltag gedacht, was für eine Modeuhr die Mehrzahl der Situationen ausmacht. Lesen Sie unseren vollständigen Leitfaden zur Wasserdichtigkeit in ATM, um die Schwellenwerte zu verstehen.
Warum schneidet Michael Kors besser ab als andere Modemarken?
Michael Kors verdankt seine 32 % Referenzen mit 10 ATM oder mehr der tatsächlichen Zusammensetzung des Katalogs, die der breiten Öffentlichkeit oft nicht bekannt ist. Die Linie Chronographen für Herren (Lexington, Runway, Oversized) und die vernetzten Modelle MK Access verfügen über dickwandige Gehäuse aus Edelstahl 316L mit verstärkten Silikondichtungen, was für die Herstellerzertifizierung zwangsläufig eine Wasserdichtigkeit von 10 ATM erfordert. Diese Linien ziehen die Marke nach oben. Dagegen bleiben die Damenmodelle mit gefasstem Zifferblatt oder Milanaise-Armband, die im Laden und online oft am sichtbarsten sind, bei 5 ATM. Das Paradox: Die breite Öffentlichkeit kauft MK für die Damenmodelle der Modelinie (5 ATM), doch der gesamte MK-Katalog ist statistisch deutlich robuster als Emporio Armani oder Tommy Hilfiger.
Kann man mit einer 5-ATM-Uhr im Schwimmbad schwimmen?
Nein. Eine Uhr mit 5 ATM hat einen statischen Drucktest im Labor bestanden, der einer Wassersäule von 5 ATM entspricht, nach der Norm ISO 22810:2010. Nicht die Armbewegungen oder das Eintauchen gefährden sie (ihr dynamischer Druck bleibt weit unter 5 bar), sondern die Krone, alternde Dichtungen und Thermoschocks. Schwimmen im Schwimmbad oder im Meer erfordert mindestens 10 ATM. Der Wert 5 ATM schützt vor Regen, Spritzwasser und einer gelegentlichen Dusche, nicht aber vor warmem Wasser. Er schützt nicht beim Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen. Dieser Punkt ist eine der größten Verwechslungen bei der Wasserdichtigkeit von Modeuhren: 54,8 % des untersuchten Marktes liegen in diesem Missverständnisbereich.
Wie prüft man die tatsächliche Wasserdichtigkeit einer Uhr im Laden?
Drei Punkte in dieser Reihenfolge prüfen. 1: Lesen Sie die Rückseite des Gehäuses: Suchen Sie nach „WR“, gefolgt von einer Zahl mit der Einheit M oder „X ATM“. Die Angabe „Water Resistant“ allein ohne Zahlenwert garantiert keinen genormten Schwellenwert. 2: Konsultieren Sie das technische Datenblatt im Katalog: Der ATM-Wert muss dort in den technischen Daten stehen, nicht nur in der Werbebeschreibung. 3: Prüfen Sie, ob eine verschraubte Krone vorhanden ist, wenn Sie eine Wasserdichtigkeit ≥ 10 ATM suchen: Eine eingedrückte (nicht verschraubte) Krone an einem 10-ATM-Gehäuse ist laut Uhrmachern und Reparaturfachleuten die häufigste Schwachstelle im realen Gebrauch. Für sportliches Tauchen (≥ 20 ATM) verlangt die Norm ISO 6425:2018 insbesondere eine unidirektional drehbare Lünette und die Angabe DIVER'S; die verschraubte Krone ist die übliche Bauweise von Taucheruhren, wird von der Norm aber nicht vorgeschrieben. Ohne die Angabe DIVER'S gilt die Gravur „200 M“ nicht als Zertifizierung für das Tauchen.
Über den Autor

15 Jahre Erfahrung in der Uhrendistribution: Experte für Outlet-Pricing: zertifizierter Berater für Luxus-Retail
Frédéric Blanc ist seit 15 Jahren Berater für Retail-Strategie mit Spezialisierung auf den Vertrieb von Markenuhren. Nach einer Laufbahn im Uhrenhandel in Europa kam er zu einer auf Uhren spezialisierten Redaktion, um seine Expertise in den Bereichen Sourcing, Outlet-Pricing und Marktanalyse einzubringen.
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